Kategorie: Klassische Flipper & Oldtimer
Die neue NBA-Saison ist gestartet. Auch einen Flipper gab es zu „Air“ Jordan, dem wohl bekanntesten Basketballer der Welt – aber nur mit sieben Exemplaren und einem (virtuellen) Preis von rund 30.000 US-Dollar. Vorlage dazu war das Gamedesign vom Data-East-Klassiker „Lethal Weapon 3“ aus demselben Jahr 1992.
Im Oktober 1986 erblickte der Williams Pinbot das Licht der Flipper-Welt. Ein Oldie but Goldie im wahrsten Sinne des Wortes. Beachtliche 12.000 Geräte wurden seinerzeit hergestellt. Ein Erfolg auf ganzer Linie. So blieb es nicht bei diesem Klassiker: Es folgten zwei Fortsetzungen in den 90er-Jahren.
Im August 1988 erblickte der Williams Taxi das Licht der Flipper-Welt. Dabei war dies der erste Williams, der den Spielstand von vier Spielern mit nur zwei alphanumerischen 16-Zeichen-Anzeigen darstellt. Ein beliebter Klassiker in den pinside-Top-100, der noch während der Produktion das Translite mit Marilyn Monroe abändern musste.
George Gomez gilt als einer der größten Gamedesigner. Der heutige Stern-Konzeptchef debütierte vor genau 30 Jahren mit seinem ersten Pin: „Corvette war mein erster Flipper, der ursprünglich ein Widebody werden sollte. Ich habe bei BallyWilliams gearbeitet, bis sie diese Abteilung fünf Jahre später dichtmachten.“
Unter der Lupe in der SWR-Reihe „Handwerkskunst“: Über vier Wochen lang begleitete ein Fernsehteam der ARD-Landesrundfunkanstalt den umfangreichen Prozess bei Pinball-Dreams in Saarbrücken. Am Ende des Weges stand ein komplett restaurierter Bally Eight Ball Deluxe, der glänzt wie niemals zuvor. Das tolle Team von Pinball-Dreams kommt im fertigen TV-Beitrag voll zur Geltung.
Haggis Pinball muss offensichtlich seine ambitionierten Pläne komplett aufgeben. Die australische Firma wurde von Damian Hartin geleitet und geht nun in die Insolvenz. Dies berichten die einschlägigen Internetportale um pinballnews.com & Co. Colin Alsheimer: „Ich habe ein übermäßiges Mitgefühl für Damian, seine Bemühungen und alle betroffenen Beteiligten.“
Bereits 1981 entstand ein sehr origineller Klassiker von Bally: Flash Gordon. Der Automat war der erste Split-Level-Flipper von Bally. Es war dabei das zweite Bally-Seriengerät mit Sprachausgabe (nach Xenon/1980). Das hochintensive Stroboskoplicht in der Backbox wurde entschärft.
Im Oktober 1995 erblickte Capcoms erfolgreichster Serienflipper das Licht der Welt. Es war der Automat mit der Rekordzahl an Patenten. Laut Co-Gamedesigner Bryan Hansen dauerte es über viereinhalb Jahre bis zur Realisation zeitgleich zum BallyWilliams ToM – mit demselben Thema.
In der langen Flipperhistorie gab es diverse Innovationen. Eine, die nachhaltig in Erinnerung bleibt, ist das Backbox game – ein meist mechanisches Extra-Spiel außerhalb des Playfields. Die Backbox-Games gibt es dabei bereits überraschend lange: Schon 1951 bestach der Williams-EM Hayburners mit einem Pferderennen.
Passend zum derzeitigen NBA-Showdown: Auch wenn 1997 die Branche langsam zum vorläufigen Ende kam, gab es noch einige Highlights. Der NBA Fastbreak von Bally ist eines. Gamedesigner war George Gomez.: „Dieser Automat war bei uns sehr kontrovers, auch weil die Punkte völlig anders vergeben werden.“