Team Pinball mit Big-Bang-Post

Unbezahlte Werbung / Kein Big Bang Bar Remake mehr?

Veröffentlicht am 10.05.2026 von Flipper-News

Die Pinball-Szene wurde in dieser Woche von einer unerwartet offenen Stellungnahme erschüttert. Team Pinball veröffentlichte einen ausführlichen Facebook-Beitrag, in dem es seine Sicht auf die gescheiterte Zusammenarbeit rund um das Big Bang Bar Remake darlegt: ein Projekt, das über Jahre hinweg als eines der spannendsten Revival-Vorhaben der Branche galt.

Team Pinball ist ein in UK ansässige Entwickler von Flipper-Software und -Hardware. Im Zentrum der Darstellung steht eine Kooperation, die bereits 2022 (!) begann. Drei Parteien arbeiteten damals gemeinsam am Remake des seltenen Capcom-Klassikers: Pedretti Gaming übernahm die Produktion, Team Pinball war für Software und Elektronik zuständig, während Pinball-Veteran Melvin Williams die Prototypen sowie das Redesign verantwortete. Doch die Zusammenarbeit zerbrach zunächst an Differenzen zwischen Williams und Pedretti, ein Bruch, der sich im Nachhinein als Vorbote weiterer Konflikte herausstellen sollte.

Trotz dieser Spannungen führte Team Pinball die Zusammenarbeit mit Pedretti in anderen Projekten fort. Über mehrere Jahre hinweg entstand offenbar ein enges, vertrauensvolles Verhältnis. Umso überraschender wirkt der weitere Verlauf: Im Oktober 2024 erwarb Team Pinball einen der originalen Big Bang Bar Prototypen direkt von Melvin Williams, mit Wissen und Zustimmung von Pedretti. Der Plan war klar: Fertigstellung des Geräts, anschließende Produktion und Beteiligung über Lizenzgebühren.

Viel Mühe vergebens?

Von Serienproduktion kann keine Rede sein | Bildquelle: kanpparcade.org

Im Jahr 2025 wurde der Prototyp nach Italien gebracht, wo gemeinsam an der Finalisierung gearbeitet wurde. Neue PCBs, ein überarbeitetes Cabinet sowie ein final gestaltetes Playfield brachten das Projekt laut Team Pinball nahe an die Ziellinie. Doch dann kam der Bruch: Die Kommunikation mit Pedretti brach plötzlich ab. Verzögerungen wurden zunächst mit anderen Produktionen erklärt, später wurde das Projekt auf 2026 verschoben.

Als Team Pinball schließlich darum bat, den eigenen Prototyp zurückzuerhalten, um die Software finalisieren zu können, folgte die überraschende Wendung. Zunächst wurde eine Rückgabe noch in Aussicht gestellt, unter der Bedingung, dass Entwicklungskosten übernommen werden. Kurz darauf änderte sich diese Position jedoch grundlegend: Der Prototyp sei Eigentum von Pedretti und werde nicht zurückgegeben.

Für Team Pinball bedeutet dies nach eigenen Angaben einen Verlust von rund 90.000 Euro: inklusive Prototyp, Hardware-Entwicklung und jahrelanger Softwarearbeit. Rechtliche Schritte will man dennoch nicht einleiten. Stattdessen entschied sich das Team für Transparenz gegenüber der Community und zog gleichzeitig einen klaren Schlussstrich: Künftig wird es keine Zusammenarbeit mehr mit Pedretti geben. Eine offizielle Stellungnahme seitens Pedretti Gaming steht noch aus.

Der Fall wirft viele Fragen auf, nicht nur zum konkreten Projekt, sondern auch zur Zusammenarbeit in einer Szene, die oft von persönlichen Beziehungen und gegenseitigem Vertrauen geprägt ist. Besonders ein Projekt wie Big Bang Bar, das aufgrund seiner Seltenheit und Historie einen fast legendären Status genießt, wird damit erneut von Unsicherheiten begleitet. Ob und in welcher Form das Remake jemals erscheinen wird, ist nach dieser Entwicklung offener denn je.

facebook.com/teampinball

CLEPIN 2025: Stephen Prusa's Big Bang Bar Pinball Build

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Big Bang Bar Pinball - Gameplay

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A very rare pinball machine | Big Bang Bar by Capcom | First impression | Tour | Gameplay

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