Revenge from Mars 2.0 in BoF-Cab
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Veröffentlicht am 26.10.2026 von Flipper-News
Wenn du denkst, du hättest schon jeden Flipper gesehen, halt dich fest. Denn was YouTuber Cooltoy Doug Smith hier gebaut hat, ist kein gewöhnliches Restaurationsprojekt, sondern ein radikaler Umbau: Ein „Revenge from Mars“ – das legendäre Pinball-2000-Gerät von BallyWilliams – transplantiert in ein modernes Cabinet. Das Ergebnis? Ein Hybrid aus Retro-Technik, moderner Elektronik und purem Fan-Herzblut.

Smith liebt den 1999 erschienenen Revenge from Mars. Das Gerät war seiner Zeit voraus: Es kombinierte erstmals echte Mechanik mit virtuellen Videosequenzen, die über ein halbverspiegeltes Glas auf das Spielfeld projiziert wurden. Nur das Gehäuse? „Ein Design, das einfach nicht mehr mit modernen Maschinen mithalten kann“, wie er sagt.
Smith: „Was wäre, wenn man die ganze Technik des Pinball-2000-Systems in ein modernes Cabinet verpflanzen würde, aber ohne die Schwächen des Originals?“ Gesagt, getan.
Barrels of Fun-Cabinet als Basis
Das Spendergehäuse kam von Barrels of Fun Pinball, ursprünglich für deren Labyrinth-Flipper gedacht – ein sogenannter „QA-Fehldruck“. Für 300 Dollar stand eines Tages plötzlich eine Palette mit dem Cabinet vor der Garage. Da dieses Gehäuse im Stil der WPC-95-Ära gebaut ist, war es perfekt geeignet – aber auch eine echte Herausforderung. Das Pinball-2000-System musste komplett angepasst werden: Schienen, Bolzen, Verkabelung, Stromversorgung – nichts passte einfach so. Streamer Smith nahm das komplette Innenleben auseinander:
- Alte Kabel ersetzt, Transformator und Netzteil neu positioniert,
- Power-Switch an den Kopfbereich verlegt,
- alle Lichter auf helle LEDs umgerüstet,
- Spielfeld, Flipper und Plastikteile gereinigt oder ersetzt,
- und das Metallgehäuse pulverbeschichtet in metallic-rot
Die ursprüngliche CRT-Spiegeltechnik wurde durch ein modernes 1080p-Display ersetzt, das direkt die Animationen zeigt – ganz ohne teures Spezialglas. Auch der Sound bekam ein massives Upgrade: Neue 5,5-Zoll-Lautsprecher, ein 8-Zoll-JBL-Subwoofer und ein klares, kraftvolles Klangbild bringen Mars-Invasionen endlich zum Beben. Dazu kam ein neues Translite-Design von Künstler Brian Allen (Flyland Designs) – speziell in Maß und Stil angepasst. Die Seitenwände zieren Custom Art Blades, und oben thront ein Attack from Mars Topper von The Electric Playground, mit Artwork von Brad Albright. Siehe Video unten.
Emulation statt Originalhardware

Das Herzstück des Projekts ist ein von Eric IIE (PinInside) entwickelter Pinball-2000-Emulator, der auf einem Custom-PC läuft. Er simuliert das Originalsystem perfekt – inklusive Shaker-Motor, echtem Knocker und erweiterter Code-Version 2.6 von mypinballs.com. Damit spielt sich das Game butterweich, aber jetzt mit Features, die Williams damals aus Kostengründen gestrichen hatte:
- Physischer 3-Kugel-Lock statt virtueller Sperre,
- 6-Ball-Multiball-Modus,
- verbesserte Licht- und Soundeffekte.
Da das moderne Cabinet etwas größer ist als das Original, blieb hinten ein toter Raum, den Smith mit 3D-gedruckten brennenden Stadtskulpturen und einer LED-beleuchteten Hintergrundkulisse füllte. Ein Augenzwinkern an Designer George Gomez, der ursprünglich ähnliche Deko-Elemente geplant hatte, die es aber nie in die Serienproduktion schafften.
Nach endlosem Kleberkratzen und Neulackieren erstrahlt das Cabinet nun im komplett neuen Artwork-Stil: Die ikonische Szene mit der einkaufenden Frau und den Cornflakes wurde neu interpretiert, die Seitenmotive modernisiert – aber stets mit Respekt vor dem Original. Obendrauf baute Smith eine Shooter-Rod und Auto-Launcher-Kombination, sodass er künftig auch ein Star Wars Episode I-Playfield einsetzen könnte – mit nur wenigen Klicks im Emulator.
Fazit: Zwischen Wahnsinn und Meisterwerk
Nach Monaten der Arbeit steht ein Unikat: Ein „Revenge from Mars“, der aussieht wie frisch aus der Fabrik von 2025 – technisch top, visuell atemberaubend, spielerisch besser als je zuvor.
Smith: „Manche werden sagen, ich hätte ein Stück Geschichte zerstört – aber ich habe es weiterentwickelt. Und ich liebe dieses Ding.“
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