Brouwer-Williams verlässt DPX
Unbezahlte Werbung / Schmerzhafter Abgang vom Hersteller in den NL
Veröffentlicht am 10.02.2026 von Flipper-News
Melvin Brouwer-Williams, Mitgründer und treibende Kraft hinter Dutch Pinball Exclusive (DPX), hat öffentlich bekannt gegeben, dass er die niederländische Firma aus Herkenbosch verlässt. In seinem Statement spricht er von „schweren Herzens“ getroffenen Entscheidungen und deutet an, dass unternehmerische Rahmenbedingungen und ein neuer Job im Hintergrund eine Rolle spielen. Gleichzeitig betont er, wie sehr ihm die Community und insbesondere die Alice‑Kunden am Herzen liegen.

Bedeutung für Alice

DPX ist aktuell noch damit beschäftigt, die rund 500 vorbestellten „Alice“-Geräte auszuliefern. In Foren wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Brouwer-Williams nicht nur Designer und Ingenieur des Spiels ist, sondern mit seinem organisatorischen Einsatz maßgeblich dafür gesorgt hat, dass Alice überhaupt in Serie gehen konnte. Einige Stimmen sehen deshalb die Gefahr, dass sein Abgang Tempo rund um die restliche Produktion ausbremsen könnte, selbst wenn Dutch Pinball formal die Fertigung in den eigenen Strukturen absichert.
Auf der Pinball Expo 2025 hatte Melvin RAZA als nächstes DPX‑Projekt nach Alice angekündigt, mit einer geplanten Linie ab Mai/Juni 2026 und ohne klassische Pre‑Orders vor dem offiziellen Reveal. Genau diese Planung steht nun in Frage, weil das RAZA‑Remake eng mit Melvins persönlichen Kontakten und seiner Rolle als Bindeglied zwischen DPX, Zulieferern und Lizenzpartnern verknüpft war.
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Stimmen aus der Community
Aus der internationalen Szene kommen gemischte Reaktionen: Ein Teil ordnet Melvins Abschied als „dramatischen Abschied von jemandem, den kaum jemand kennt, der aber immerhin ein schwieriges Konzept auf die Beine gestellt hat“ ein und wünscht ihm vor allem persönlich alles Gute. Andere heben hervor, dass er Dutch Pinball gleich zweimal „gerettet“ habe: einmal durch die erfolgreichen Alice‑Vorbestellungen und später durch seinen Einsatz beim Neuaufsetzen der DPX‑Struktur. Auf Foren wie Flippermarkt und Pinside schwingt viel Unsicherheit mit, ob Dutch Pinball ohne ihn sowohl die restlichen Alice‑Auslieferungen als auch ein komplexes Projekt wie RAZA stemmen kann. Oder ob man sich nach seinem Weggang zunächst wieder stärker auf klassische Dutch‑Titel konzentriert.
Für bestehende Alice‑Besteller dürfte kurzfristig vor allem wichtig sein, wie Dutch Pinball die Kommunikation zu Produktionsstand, Auslieferungsreihenfolge und Service organisiert. Wer sich auf RAZA gefreut hat, muss sich aktuell auf eine deutlich verlängerte Hängepartie einstellen. Denn weder Preis noch Stückzahl oder ein verlässliches Produktionsfenster lassen sich ohne neue offizielle Aussagen seriös einschätzen. Als Beispiel zeigt der Verlauf der letzten Jahre bei Alice, dass Projekte dieser Größenordnung im Boutique‑Segment extrem personenabhängig sind. Sprich: Fällt eine Schlüsselfigur weg, stehen Zeitpläne und Versprechen sehr schnell wieder auf dem Prüfstand.
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