HighEnd-vPin: Dabek bilanziert
Unbezahlte Werbung / Youtube-Maker „Way of the Wrench“
Veröffentlicht am 29.06.2026 von Flipper-News
Mit der letzten Episode seiner Reihe „Way of the Wrench“ schließt John Dabek Jr. eines seiner aufwendigsten Projekte ab: einen High-End Virtual-Pinball-Automaten, der sowohl technisch als auch handwerklich Maßstäbe setzt. Statt einer reinen Präsentation nutzt er das Finale, um Fragen aus der Community zu beantworten und tiefe Einblicke in Bau, Technik und Zukunft des Hobbys zu geben.

Von Beginn an wird klar: Dieses Projekt ist nicht nur ein Einzelwerk, sondern das Ergebnis einer ganzen Szene. Dabek bedankt sich ausführlich bei der Virtual-Pinball-Community: von langjährigen Entwicklern bis zu aktuellen Content-Creators. Plattformen wie VPForums (VPForums.org), Tools wie PinUP Popper sowie Teams wie VPW treiben die Entwicklung stetig voran und machen solche Projekte überhaupt erst möglich.
Hardware: Realismus hat seinen Preis
Ein zentrales Thema ist die Frage, wie „echt“ sich Virtual Pinball anfühlen kann. Dabeks klare Antwort: Mit den richtigen Komponenten erstaunlich realistisch; allerdings nicht billig. Sein Cabinet kombiniert unter anderem:
- Ein 4K-OLED-Display mit 120 Hz als Spielfeld
- Leistungsstarke PC-Hardware im Wert von rund 3.000 CA-Dollar
- Mechanische Elemente wie Solenoids, Shaker, Knocker und echte Glocken
- Original-Pinballteile (z. B. Coin Door, Lockbar, Beine)
Besonders die mechanischen „Toys“ machen laut Dabek den Unterschied. Während reine Soundlösungen (SSF) bereits überzeugend sind, sorgen echte Bauteile für ein deutlich authentischeres Feedback. Unterschiedliche Materialien und Einstellungen bei Solenoids erzeugen sogar variierende Klangcharaktere – ein Detail, das das Spielgefühl massiv verbessert. Am Ende summieren sich die Kosten auf etwa 8.500 bis 9.000 CAD, ein Vielfaches seines früheren Budget-Builds.
Software und Setup: Stabilität durch Struktur
Auf Software-Seite setzt Dabek auf Windows 11 und moderne Tools wie PinUP Popper. Seine wichtigste Empfehlung: strukturiert arbeiten und Backups erstellen. Wer funktionierende Setups verändert, sollte immer Sicherungen anlegen, um Fehler schnell rückgängig machen zu können. Auch bei der Fehlersuche setzt er auf pragmatische Methoden:
- Schrittweises Prüfen von Verkabelung und Komponenten
- Nutzung von Testfunktionen (z. B. für LEDs)
- Logisches Zurückverfolgen von Fehlerquellen
Sein Ansatz: Probleme vermeiden, indem man von Anfang an sauber arbeitet; ein roter Faden durch alle seine Videos.
Learnings, Fehler und Fazit
Trotz aller Planung lief nicht alles perfekt. Kleine Fehler wie nicht vorgebohrte Schraubenlöcher führten zu beschädigtem Holz: für Dabek ein klarer Reminder: Sorgfalt zahlt sich aus. Gleichzeitig hebt er hervor, wie viel er gelernt hat, etwa im Bereich 3D-Druck. Viele individuelle Teile des Cabinets entstanden so selbst, ein Bereich, der für DIY-Bastler zunehmend wichtiger wird.
Der Blick nach vorn zeigt, dass Virtual Pinball längst nicht am Limit ist. Dabek sieht großes Potenzial in:
- VR-Integration und Eye-Tracking
- Kompakteren, transportablen Cabinets
- Eigenentwicklungen echter Flipperautomaten
- Kombination mit anderen Arcade-Projekten wie Lightgun- oder Racing-Sims
Hier findest du die Datenschutzerklärung.
Besonders spannend: Virtual Pinball wird zunehmend auch im echten Flipperdesign genutzt, etwa zur Simulation und Entwicklung neuer Tische.
John Dabeks Projekt zeigt eindrucksvoll, wie weit sich Virtual Pinball entwickelt hat. Mit genügend Budget, Know-how und Leidenschaft lassen sich Maschinen bauen, die echten Flippern erstaunlich nahekommen, sowohl optisch als auch haptisch. Gleichzeitig bleibt die Szene offen für Einsteiger: Schon mit deutlich weniger Geld lassen sich überzeugende Ergebnisse erzielen. Entscheidend ist weniger das Budget als die Bereitschaft, sich einzuarbeiten und aus der Community zu lernen.
Hier findest du die Datenschutzerklärung.
